Kreuzkirche-KW und Sprengel KW

 

Andacht zum Monatsspruch Juni

Mose sagte: Fürchtet euch nicht!
Bleibt stehen und schaut zu, wie
der HERR euch heute rettet!

2. Mose 14,13

Es gibt sicher genug Gründe, sich in der Welt, in der wir leben, zu fürchten. Viele Menschen hier bei uns in Deutschland haben sich mit Existenzängsten auseinander zu setzen. Sobald man die Perspektive global weitet, werden die Szenarien um so
erschreckender. Mit Blick auf den menschengemachten Klimawandel und die Kriege dieser Welt kann es einem schon angst und bange werden – zumal, wenn man glaubt, die Probleme der Welt selbst lösen zu müssen, und man davon ausgeht, nur aus sich selbst heraus zu leben, und die Aufgabe des Lebens aus eigener Kraft meistern zu müssen.
Der Glaube an Jesus Christus kann hier alles verändern. Die Perspektive auf die Welt ändert sich genau so radikal wie die Einstellung zum Leben. Wir müssen uns nicht mehr fürchten – weil Gott da ist.
Wir müssen keine Angst mehr haben – weil Jesus Christus unser Retter
und Erlöser ist. Wir müssen uns keine Sorgen mehr machen – weil die Heilige Geistkraft immer um uns herum ist und uns bei jedem Schritt, den wir tun, beisteht
und uns in Trauer und Anfechtung Trost spendet.
Aus dieser Hoffnung und Zuversicht heraus dürfen wir leben – und am Jüngsten Tag mit Gewissheit und Vollendung rechnen.
Unsere Probleme im Alltag, alles, was uns beugt und lähmt, verschwindet dadurch aber nicht einfach von einem Augenblick zum anderen. Gott schnipst nicht mal eben kurz mit dem Finger und plötzlich ist alles gut. Trotzdem bleibt die Überzeugung: Wir
sind Gott nicht egal. Alle Menschen sind Gottes geliebte Geschöpfe.
Wir dürfen dabei immer und alle Zeit mit einem rechnen: Gott wirkt in dieser
Welt.
In die ganze wunderbare, aber manchmal auch schrecklich anmutende Schöpfung, ist ein durchgehender Faden hinein gewoben. Gottes gute Geistkraft ist dieser Faden. Er hält die Welt zusammen. Er sorgt dafür, dass das Prinzip dieser Welt die
Liebe ist und bleibt – und eben nicht Hass und Gewalt triumphieren. Wenn wir auf Gott vertrauen und darauf, dass er es gut mit uns meint, dann wird er uns immer beistehen. Dann wird er uns in höchster Not retten – so wie er damals vor mehr als zweitausend Jahren getan hat, als das Volk Israel am Schilfmeer vom ägyptischen
Pharao und seinen Soldaten bedroht wurde.
Gott rettet – in absoluten Krisensituationen ebenso wie im gewöhnlichen All-
tag mit allen seinen Herausforderungen. Wenn wir an Gott glauben, müssen wir
uns eigentlich gar nicht mehr fürchten.
Bleiben Sie behütet, 

Ihr Pfarrer
Boris Witt-Felser.

 



Entnommen aus dem Gemeindebrief Juni-Juli 2024

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